Erste Maßnahmen Drucken E-Mail

Erste Schritte, die Eltern unternehmen können:

Was tun, wenn man als Eltern, merkt, dass das Kind Schwierigkeiten in der Schule hat?

Haben Sie mit der Lehrperson des Kindes und mit dem Inspektor des Bezirks gesprochen?

Haben Sie mit dem betreuenden Arzt der Familie gesprochen? – Medizinische Konsultationen können von der Krankenkasse zurückerstattet werden.

Ist Ihr Kind auf Dyslexie getestet worden durch den lokalen „Service de Guidance“ oder den SREA oder eine(n) „Orthophoniste“?

Eine professionelle Bescheinigung oder ein professioneller Test sind als Beleg der Lernbehinderung notwendig.

  • Falls die Lehrperson oder der Inspektor dazu rät, das Kind testen zu lassen, so ist der herkömmliche Weg eine Anfrage beim lokalen „Service de Guidance“ oder beim Service rééducatif ambulatoire (SREA). Diese Organisationen sind zuständig für das spezifische Testen und das Erstellen einer Diagnose. Über diese Institutionen kann eine weitere Hilfestellung geboten werden, falls dies für notwendig erklärt wird und falls Mittel zur Verfügung stehen.
  • Es gibt eine gleichwertige Anlaufstelle für die Schüler der Hauptstadt Luxemburg: Service Pédagogique Rééducatif, 110, avenue Gaston Diderich.
  • Ist Ihr Kind noch sehr jung (weniger als 6 Jahre alt), sollten Sie den “Centre de Logopédie“ aufsuchen.
  • Orthophonisten mit einer Spezialisierung im Bereich der Dyslexie können die Schwierigkeiten optimal auffangen. Es gibt eine Vereinigung der unabhängigen Orthophonisten (ALO), doch gehen die Untersuchungen und die Diagnose hier auf eigenen Kosten.
  • Ist das Sehvermögen (mit dem Sondertest zum Fokussieren) und das Gehör Ihres Kindes (mit dem Sondertest zu den Nebengeräuschen) getestet worden?
  • Falls Ihr Kind Aufmerksamkeitsdefizite hat, hyperaktiv ist oder psychomotorische Probleme hat, können Sie die EHK oder den SCAP aufsuchen.

Hilfe finden

Ist bereits eine Diagnose bei Ihrem Kind gestellt worden, so sollten Sie sich an den Service rééducatif ambulatoire (SREA). wenden. Die Verantwortlichen nehmen sich der Diagnose an und können Hilfestellung bereitstellen, entweder innerhalb oder außerhalb des schulischen Rahmens. Die Maßnahmen sind unterschiedlich und hängen ab von der Qualifikation des Erziehers des SREA und von der Dynamik in der Zusammenarbeit mit der Lehrperson.

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Das Ministerium für Erziehung und Ausbildung unterstützt mehrere Institute regional, damit einer größeren Anzahl von Kindern Hilfestellung geleistet werden kann. Sie können sich hierüber beim Inspektor oder beim SREA informieren.
Orthophonisten können betroffenen Kindern beim Lesen und Rechtschreiben fördern, doch werden die Kosten ihrer Behandlung von der Krankenkasse nicht zurückerstattet.

Wenn das Schreiben mit der Hand ein Problem darstellt, so können Sie einen “Psychomotricien(ne)“ aufsuchen, der/die Ihrem Kind bei der Entwicklung der motorischen Fähigkeiten hilft und bei ihm die Schreibfertigkeiten fördern kann.

Es gibt kein Wunderrezept. Dyslexie/Legasthenie/LRS ist nicht heilbar; dies bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Kind dumm ist. Mit der passenden Hilfestellung kann eine dyslexische Person vieles erreichen. Leider ist das Angebot an professioneller Hilfe in Luxemburg unzureichend. Deshalb unser Aufruf an Sie, öffentlich darum zu bitten: Werden Sie Mitglied bei DYSPEL und unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen.

DYSPEL verfügt über eine sehr reiche Bibliothek mit Büchern, Videos und Artikeln, die deren Mitglieder sich gerne ausleihen können.
Für weitere Informationen zu Kontaktadressen und –nummern der unterschiedlichen Beratungsstellen bitte hier anklicken.

Letzte Aktualisierung ( 09.04.2008 )
 

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